März 2012: Handbuch Bürgerbeteiligung. Verfahren und Akteure, Chancen und Grenzen.
Patrizia Nanz und Miriam Fritsche
Dem Handbuch Bürgerbeteiligung liegt die Überzeugung zugrunde, dass gelungene Partizipation kein zufälliger Glückstreffer ist, sondern Ergebnis eines transparenten und wohl überlegten Abwägungs- und Organisationsprozesses. Die Publikation bietet eine Hilfestellung, um bereits im Vorfeld dialogorientierter Mitwirkungsangebote Klarheit in Hinblick Methoden, Voraussetzungen, Ziele und Rahmenbedingungen von Bürgerbeteiligung zu schaffen. Kern des Handbuchs sind „Verfahrenssteckbriefe“ über 18 einschlägige Verfahrensmodelle, die vorwiegend in Europa und Nordamerika angesiedelt sind. Auch das Thema Online-Partizipation wird in einem eigenen Abschnitt ausführlich erörtert. Die Analyse erfolgt entlang theoriegeleiteter Kriterien. Behandelt werden zudem zahlreiche relevante Organisationen und Institutionen im Bereich der politischen Mitwirkung. Das Handbuch erscheint Anfang März 2012 bei der Bundeszentrale für politische Bildung. >Exposé des Handbuchs
Juli 2011: Anspruch und Wirklichkeit der aktuellen reformpolitischen Bemühungen für mehr Dialog und Bürgerbeteiligung
Ein Kommentar von Prof. Patrizia Nanz und Mundo Yang über die laufende Reformdebatte zur Intensivierung und Ausweitung von Bürgerbeteiligung in Deutschland. Zum Kommentar
2010: Studie „Politik belegen, Bürger beteiligen“
Das EIPP hat in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung die Studie „Politik belegen, Bürger beteiligen“ herausgegeben. Im Mittelpunkt stehen großräumige Beteiligungsverfahren, deren Einsatzgebiete und Träger. Das Handbuch richtet sich an politische Entscheider, Praktiker der Bürgerbeteiligung und die interessierte Öffentlichkeit. Neben den kontextspezifischen Stärken und Schwächen der jeweiligen Verfahrensmodelle informiert das Handbuch über die jeweiligen historischen Hintergründe und stellt zahlreiche praktische Anwendungsbeispiele vor.
>Deutsche Version zum Download
2010: Making citizens’ voices heard – and listened to. Thoughts on public participation in Europe
Patrizia Nanz, Simon Dalferth
In diesem Policy-Paper entwickeln Patrizia Nanz und Simon Dalferth Vorschläge zur partizipativen wie deliberativen Weiterentwicklung der EU-Governance und der nationalstaatlichen Demokratie in Europa. Die bestehenden Demokratiedefizite verweisen darauf, dass mehr Bürgerbeteiligung nötig ist. Die größte Herausforderung stellt die Entwicklung und Etablierung transparenter und durchdachter Handlungsgrundlagen – eine institutionell verankerte Methodologie demokratischer Innovationen – zu entwickeln. > Auf Englisch zum Download
2009: Public Participation in Europe. An International Perspective
EIPP, mit Beiträgen von Trevor Boutall, Simon Dalferth und Renzo Provedel
Diese Studie erfasst zahlreiche Beispiele von Bürgerbeteiligungsverfahren in Europa. Im Zentrum stehen die Länder Großbritannien, Deutschland und Italien. Über die Analyse der Beteiligungsprozesse hinaus werden die einschlägigen Akteure, also Förderer, Trägerorganisationen und Netzwerke im Bereich öffentlicher Partizipation in Europa identifiziert. Die Studie basiert im Wesentlichen auf Interviews und schriftlichen Primärquellen. Die Thesen der Studie lauten im Kern:
Bürgerbeteiligungsverfahren gewinnen in Europa stetig an Bedeutung. Zahlreiche Beispiele für die lokale und regionale Ebene existieren. Die große Herausforderung für die Zukunft wird die Stärkung öffentlicher Beteiligung auf der nationalen Ebene sein. Zu intensivieren sind zudem die Bemühungen, mit Hilfe von Beteiligungsprozessen den Bürgern direkten Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse zu verleihen. Hierzu bedarf es in der Zukunft eines stärkeren Gedankenaustauschs zwischen den verschiedenen Akteuren und systematischer Evaluationen.
>Auf Englisch zum Download