Participedia (seit 2009)
Der internationale Projektverbund Participedia entwickelt eine innovative Internetplattform, die Bürgerbeteiligungsverfahren aus allen Teilen der Welt erfasst und allgemeinverständlich aufbereitet. Das Projekt wurde von Prof. Archon Fung (Harvard Universität) und Prof. Mark Warren (British Columbia Universität ) initiiert. Mittlerweile arbeiten namhafte Wissenschaftler wie Prof. Graham Smith (Großbritannien) oder Matt Leighninger (Deliberative Democracy Consortium) an Participedia mit. Als Projektpartner von Participedia ist das EIPP hauptverantwortlich für die Analyse und Darstellung der europäischen Bürgerbeteiligungsverfahren.
Wir sind die Zukunft – BürgerInnen-Räte Vorarlberg (Seit 2010)
Das Land Vorarlberg (Österreich) führt derzeit in über 30
Gemeinden ein Pilotprojekt zur Einführung dialogorientierter Bürgerbeteiligung
durch. Die Empfehlungen der Bürger enthalten Vorschläge zur Infrastruktur sowie
zu sozialen und kulturellen Angeboten der Gemeinde. Das EIPP hat dieses
Beteiligungsprojekt von Anfang an mit konzipiert. Derzeit evaluiert das EIPP die
BürgerInnen-Räte in Vorarlberg. Im Fokus stehen dabei die konkreten Wirkungen
der Verfahren.
Online-Bürgerbeteiligung in Bayern (Seit 2010)
Das EIPP beriet die bayrische Staatskanzlei über das Potential von Bürgerbeteiligung im Internet. Mit Blick auf die zukünftige Intensivierung vorhandener Beteiligungsangebote der Landesregierung analysierten wir Ausgangssituation und gaben darauf aufbauend Empfehlungen für die Weiterentwicklung von ePartizipation in Bayern.
Bürgerforum Europa (2009-2011)
Das BürgerForum Europa ist ein neuartiges Beteiligungsmodell, das von der Bertelsmann-Stiftung, der Ludwig-Erhard-Stiftung und der Heinz-Nixdorf-Stiftung entwickelt wurde. Über sechs bis acht Wochen berieten 361 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger über Herausforderungen und Lösungsansätze in der EU-Politik. Die Teilnehmer diskutierten online wie offline und erörterten schließlich die Ergebnisse ihrer Beratungen mit führenden EU-Politikern im April 2009. Durchgeführt würde diese Bürgerbeteiligungsverfahren zur EU-Politik von Zebralog, Binary Objects und IKU. In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung hat das EIPP das BürgerForum über einen Zeitraum von 14 Monaten beratend begleitet und evaluiert. Die Neuauflage des BürgerForums (2011) unterstützte das EIPP mit Vorschlägen zur konzeptionellen Weiterentwicklung. Zusätzlich zu den Beratungen von Angesicht zu Angesicht beteiligten sich diesmal zehntausend Bürger per Internet am BürgerForum.
Dialogprozess: Bürgerbeteiligung in Europa weiterentwickeln
Das EIPP führt einen ständigen Dialog mit Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um dazu beizutragen, dass Bürgerbeteiligung in Europa beständig fortentwickelt wird. Hierzu veranstalten wir Konferenzen, veröffentlichen Studien und vernetzten interessierte Akteure in ganz Europa. So haben wir im April 2009 in Kooperation mit der Young Foundation eine Konferenz zum Thema Evaluation und Weiterentwicklung von Bürgerbeteiligung in London durchgeführt. Zu den mehr als 30 Teilnehmern gehörten politische Entscheidungsträger und zivilgesellschaftliche Akteure.
Aktuell initiieren wir zusammen mit Prof. Rudolfo Lewanski (Universität Bologna) einen europaweiten Vernetzungsprozess von Akteuren, die Bürgerbeteiligung in ihren Regionen stärken wollen. Denn in Europa entstehen mehr und mehr Bürgerbeteiligungsverfahren auf regionaler Ebene. Hierzu zählen z.B. Emiglia Romagna, Toskana (Italien), Katalonien, Vorarlberg (Österreich), Bayern und Rheinland-Pfalz.